Strahlung im AlltagRadioaktivität einfach erklärt

Wie viel Strahlung sammelst du auf einem Flug nach New York?

Veröffentlicht am 13. September 2026

Foto: Mick Haupt / Unsplash
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Auf Reiseflughöhe ist die Luft dünn — auch als Strahlenschild. Die kosmische Strahlung aus dem Weltall wird normalerweise vom Erdmagnetfeld und der dicken Lufthülle abgefangen. In 10 bis 12 Kilometern Höhe fehlt ein grosser Teil dieses Schutzes: Die Dosisleistung ist dort oben rund 100-mal höher als am Boden.

Die Zahlen für den New-York-Flug

Auf einem Flug von Zürich nach New York (rund 8 Stunden) sammelt man — je nach Flugroute, Flughöhe und Sonnenaktivität — etwa 0,04 bis 0,06 Millisievert (mSv). Für Hin- und Rückflug also rund 0,1 mSv.

Was heisst das konkret? Der Vergleich macht es greifbar:

Aktivität Dosis (ungefähr)
Flug Zürich–New York (einfach) 0,05 mSv
Zahnärztliche Einzelröntgenaufnahme 0,005 mSv
Digitale Volumentomographie (DVT) beim Zahnarzt 0,05–0,2 mSv
Natürliche Jahresdosis in der Schweiz ca. 5,8 mSv

Ein Transatlantikflug entspricht also grob einer kleinen DVT-Aufnahme beim Zahnarzt — oder wenigen Tagen normaler Hintergrundstrahlung. Wer es für die eigene Route genau wissen will: Der kostenlose Flugdosis-Rechner auf kurse.dirkschulze.ch rechnet die Dosis für konkrete Flüge aus und vergleicht sie direkt mit einer DVT-Aufnahme.

Warum die Route eine Rolle spielt

Das Erdmagnetfeld lenkt geladene Teilchen Richtung Pole ab. Deshalb gilt:

Musst du dir Sorgen machen?

Für Urlaubs- und Geschäftsreisende: nein. Selbst zehn Langstreckenflüge pro Jahr summieren sich auf etwa 0,5 mSv — weniger als ein Zehntel der natürlichen Jahresdosis. Anders sieht die Rechnung nur für Menschen aus, die beruflich hunderte Stunden pro Jahr in der Luft verbringen — mehr dazu im Beitrag Vielflieger und Flugpersonal.

Quellen

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