Strahlung im AlltagRadioaktivität einfach erklärt

Strahlung live: Wo du aktuelle Messwerte für deinen Wohnort findest

Veröffentlicht am 13. September 2026

Foto: Fer Troulik / Unsplash
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Die Umweltradioaktivität wird in Europa flächendeckend und rund um die Uhr überwacht — und fast alle Daten sind öffentlich. Wer wissen will, wie viel Strahlung gerade vor der eigenen Haustür herrscht, braucht nur die richtigen Karten zu kennen.

Amtliche Messnetze

Citizen Science: das inoffizielle Netz

Nach dem Reaktorunfall von Fukushima 2011 entstanden weltweite Messnetze von Privatpersonen: Safecast sammelt Messfahrten von Freiwilligen, uRADMonitor betreibt ein Echtzeit-Sensornetz. Diese Daten sind nicht amtlich geprüft — aber eine spannende Ergänzung und ein gutes Beispiel dafür, dass Strahlenmessung kein Geheimwissen ist.

Was ist eigentlich «normal»?

Die Karten zeigen die Ortsdosisleistung meist in Mikrosievert pro Stunde (µSv/h). Typische Werte:

Wert Bedeutung
0,05–0,2 µSv/h Normalbereich im Flachland
0,2–0,5 µSv/h Normal in Gebirgsregionen (mehr kosmische Strahlung, uranhaltiges Gestein)
kurzzeitig erhöht Häufig schlicht Regen: Er wäscht natürliche Radon-Zerfallsprodukte aus der Luft

Schwankungen innerhalb dieser Spannen sind Alltag und kein Alarmsignal. Die Werte in den Bergen sind höher als im Mittelland — wer in Zermatt wohnt, «sammelt» übers Jahr messbar mehr als in Basel, ohne dass sich das gesundheitlich bemerkbar macht. Wie du solche Zahlen einordnest, erklärt der Beitrag Millisievert einfach erklärt.

Quellen

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