Strahlung im AlltagRadioaktivität einfach erklärt

Röntgen in der Schwangerschaft: Was gilt beim Zahnarzt?

Veröffentlicht am 13. September 2026

Foto: Suhyeon Choi / Unsplash
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Kaum eine Situation verunsichert so sehr wie die Kombination aus Schwangerschaft und Röntgengerät. Die wichtigste Botschaft vorweg: Eine zahnärztliche Röntgenaufnahme ist auch in der Schwangerschaft kein Grund zur Angst — die Dosis, die das ungeborene Kind dabei erreicht, ist verschwindend klein.

Warum die Dosis fürs Kind so gering ist

Beim Zahnröntgen wird ein kleiner Bereich des Kopfes bestrahlt. Die Gebärmutter liegt weit ausserhalb des Nutzstrahls; dort kommt nur ein winziger Bruchteil gestreuter Strahlung an — typischerweise weniger als ein Tausendstel Millisievert, also weniger, als das Kind an einem einzigen Tag durch die natürliche Hintergrundstrahlung ohnehin erhält. Die Eidgenössische Kommission für Strahlenschutz (KSR) und der österreichische Leitfaden «Schwangerschaft und Röntgenuntersuchungen» kommen übereinstimmend zum Schluss, dass medizinisch gerechtfertigte Aufnahmen ausserhalb des Bauchraums bei Schwangeren durchgeführt werden können.

Was trotzdem gilt

Und grössere Untersuchungen?

Auch bei Aufnahmen ausserhalb des Bauch- und Beckenbereichs (Zahn, Kiefer, Hand, Brustkorb) bleibt die Dosis fürs Kind minimal. Kritischer geprüft werden nur Untersuchungen, bei denen die Gebärmutter direkt im Strahlengang liegt — etwa ein CT des Bauchraums. Dort wägen Ärztinnen und Ärzte Nutzen und Risiko besonders sorgfältig ab und weichen wenn möglich auf Ultraschall oder MRI aus.

Übrigens: Auch Fliegen in der Schwangerschaft ist aus Strahlensicht unproblematisch — ein Langstreckenflug bringt dem Kind weniger Dosis als wenige Wochen normalen Lebens am Boden.

Quellen

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